Portugals neue 7,5-%-IMT-Regeln für nicht ansässige Immobilienkäufer

Portugal hat wichtige Änderungen am IMT-System (Immobilienerwerbssteuer) eingeführt, die insbesondere nicht ansässige Käufer von Wohnimmobilien betreffen.
Nach der neuen Gesetzgebung unterliegt der Erwerb von städtischen Immobilien oder Einheiten, die ausschließlich zu Wohnzwecken bestimmt sind, durch Nichtansässige nun einem festen IMT-Satz von 7,5 %. In diesen Fällen gelten die üblichen IMT-Befreiungen oder -Ermäßigungen nicht.
Zuvor richteten sich die IMT-Sätze nach:
- dem Kaufpreis der Immobilie;
- der Nutzung als Haupt- oder Zweitwohnsitz;
- sowie dem steuerlichen Wohnsitzstatus des Käufers.
Ausnahmen vom 7,5-%-IMT-Satz
Es gibt jedoch mehrere wichtige Ausnahmen, bei denen der erhöhte IMT-Satz möglicherweise nicht angewendet wird.
Der erhöhte Satz kann entfallen, wenn:
- der Käufer zum Zeitpunkt des Erwerbs bereits als steuerlich in Portugal ansässig gilt; oder
- der Käufer innerhalb von zwei Jahren nach dem Erwerb steuerlich in Portugal ansässig wird.
Dieselbe Ausnahme kann auch für nicht ansässige Käufer gelten, die die Immobilie im Rahmen der gesetzlich festgelegten Mietobergrenzen langfristig zu Wohnzwecken vermieten.
In diesen Fällen gilt:
-die Immobilie muss innerhalb von sechs Monaten nach dem Erwerb vermietet werden; und
- sie muss innerhalb der ersten fünf Jahre nach dem Kauf mindestens 36 Monate lang (durchgehend oder unterbrochen) vermietet bleiben.
Auswirkungen auf den Immobilienmarkt
Die neuen Maßnahmen sind Teil der Strategie der portugiesischen Regierung, den Zugang zu Wohnraum für lokale Einwohner zu verbessern und den spekulativen Druck in wichtigen Wohngebieten zu reduzieren.
Für internationale Käufer und Investoren wird es dadurch noch wichtiger, Erwerbskosten, steuerliche Ansässigkeit und die geplante Nutzung der Immobilie sorgfältig zu prüfen, bevor ein Immobilienkauf in Portugal erfolgt.